DHPS-Theater AG präsentierte „Frau Müller muss weg!“

Das Klassenzimmer der 9 b an einem Abend unter der Woche, irgendwann vor 22 Uhr, denn danach schmeißt der Hausmeister alle raus. Fünf Eltern haben sich zusammengefunden, um die Schullaufbahn ihrer Schützlinge zu retten: Die Klasse gerät außer Kontrolle und schuld daran ist natürlich nur Frau Müller, die Klassenlehrerin. Nun ist es Zeit, dass die engagierten (und auch etwas cholerischen, elitären und überfürsorglichen) Eltern eingreifen.

Dies ist der Schauplatz der Komödie „Frau Müller muss weg“, die am 22.November 2017 mit viel Elan und Inbrunst von der Theater-AG der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek (DHPS) aufgeführt wurde.

Elternsprecherin und selbst ernannte Wortführerin Jessica Höfel (gespielt von Zia Majewski) opfert sich, die schlechten Nachrichten der untragbaren Lehrerin Frau Müller (Naledi Haufiku) zu überbringen und natürlich melden sich auch alle anderen anwesenden Eltern umfangreich zu Wort. Doch Frau Müller entpuppt sich als engagierte Pädagogin, raubt den besorgten Eltern jegliche Illusionen über ihre Sprösslinge und auch der Zuschauer bekommt Einblicke in das Klassenzimmer der 9 b, in dem Klassenclown Lukas, Mobbingopfer Fritz, das Püppchen Laura und Sorgenkind Adelheid völlig außer Rand und Band geraten. Natürlich liegen daraufhin bei den Eltern die Nerven blank, Vorwürfe schwirren durchs Zimmer und Frau Müller stürmt aus dem Klassenzimmer.

Als die Eltern dann aber die vermeintlich guten Noten ihrer Kinder entdecken, wendet sich das Blatt: Frau Müller muss bleiben!

In überzeugend gespielten Doppelrollen sorgten die Schauspieler unserer DHPS-Theater AG für viele Lacher in diesem durchaus gesellschaftskritischen Stück. Vor allem die von den Zehnt- und Elftklässlern und Theaterlehrer Andreas Robisch eigens eingebauten Adaptionen des Drehbuchs auf den namibischen Kontext nahmen den Mikrokosmos „Elternabend“ ganz schön aufs Korn – die Münchner Helikoptereltern, die in Windhoek ihren deutschen Bäcker vermissen, der Farmer, der selbst schon ganz terrorisiert ist und der tiefenentspannte Vater Johannes Demaneteni (Dante Ilovu), der lachend und mit den Worten „What a waste of time!“ das Schauspiel beendet.

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